Kömodie Ehrenbürger von Mohamed Hamidi

Der Ehrenbürger und ein Freund in Algerien

Samir Amin ist ein Nobelpreisträger für Literatur. Er lebt und schreibt in Paris, fern von seinem Heimatland Algerien. Einladungen nach Algerien lehnt er konsequent ab. Doch eines Tages soll er zum Ehrenbürger von Sidi Mimoun ernannt, eine Kleinstadt, wo er aufgewachsen ist.

Doch ist es wirklich eine Idee, an den Ort zu reisen, dessen Bewohner die Prototangisten seiner Werke sind? Das zeigt in lakonischer Art der Film Citoyen d› Honneur, auf deutsch Ehrenbürger.

Der Film wurde in Marokko gedreht. Die Filmindustrie muss sich in Algerien noch entwickeln. Es braucht viel Technik, viel Spezialisten und Behörden, die Filmemachern ihre Werke entfalten lassen. Mit viel Aufwand wird eine grosse Demonstration inszeniert. Vielleicht ist das Verhältnis für solche Fragen in Marokko einfacher, denn Algerien musste sich die Unabhängigkeit hart erkämpfen. 

Dennoch sind die Landschaften ähnlich und der Film gibt einen Einblick in die Mentalität von Algerien. Es ist ein sehenswerter, humorvoller Film, den ich mir gerne noch anschauen werde. 

Mohamed Hamidi betont am Ende des Interviews, dass er gerne einmal einen Film in Algerien drehen möchte. Er ist stolz auf das Land und die engagierten jungen Leute.

Religiöse Stätten in Algerien

Die Religion spielt für die Bevölkerung immer eine wichtige Rolle. Algerien hat eine reiche Geschichte aus frühchristlicher Zeit. Der heilige Augustin hat das Christentum geprägt. Später hat der Islam eine wichtige Rolle eingenommen. Aktuell baut Algerien eine der grössten Moscheen der Welt, welche für 30000 Menschen Platz zum Beten bieten soll.

Die Moschee Djaama El Djazair oder Grosse Moschee von Algerien wird beherrscht von einen Hochhaus mit Museum und Forschungseinrichtungen und einen 265 m hohen Minarett. Der zentrale Gebetssaal ist ein riesiger Kubus mit 145 x 145 m und einer Höhe von 22,5 m, der durch eine grosse Kuppel getragen wird. Dort werden bis zu 120000 Menschen Platz finden

Der Komplex soll eine maghrebinische Hallenmoschee mit Einflüssen der Klassischen Moderne werden. Weithin sichtbar wird der Gebäudekomplex auch durch sein Minarett von ca. 265 m Höhe sein. Es handelt sich auch um ein Hochhaus, in dem ein Museum und Forschungseinrichtungen untergebracht werden.

Stolz ist Algerien auf die Geschichte vom heiligen Augustin. Der heilige Augustin wirkte in der Region von Annaba und gilt als Vater des römischen Katholizismus. Als einer der wichtigsten Philosophen beeinflusste er das christliche Denken und legte viele Grundlagen. Er ist im Jahr 354 nach Christus geboren , seine Mutter Monique ist eine eifrige Christin gewesen. Seine Ausbildung vervollständige er in Karthogo und reiste 383 nach Rom. Dort traf er den Bischof von Mailand, den heiligen Ambrosius. 388 kehrte er nach Algerien zurück und widmete sich den Gebet.

Schliesslich wurde er in Hippo gegen seinen Willen als Priester und als Bischof proklamiert wurde. Aus Hippo stammten in folgender Zeit viele Priester und Bischöfe in Afrika. Heute befindet sich das antike Hippo  im heutigen östlichen Algerien, nahe der Mündung des Flusses Seybouse gelegen.